Wednesday, August 6, 2014

2014-08-06 Cold War 2.0 is a currency war!

Anonymous from Germany writes:
===Currency War:===
America is fighting against the decline of the dollar! The United States put its control over the financial system increasingly as a political means one - least of billions in penalties ag... See More
Währungs-Krieg: Amerika kämpft gegen den Niedergang des Dollar! Die USA setzen ihre Kontrolle über das Finanzsystem zunehmend als politisches Mittel ein – zuletzt auch mit Milliarden-Strafen gegen europäische Banken und vor allem in der Auseinandersetzung mit Russland. Doch diese Strategie könnte nach hinten losgehen: Die Amerikaner diskreditieren sich durch den Einsatz ihrer Finanzmacht und könnten so die Ablösung des Dollar als Weltwährung beschleunigen.

Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommen nicht nur europäische Experten, sondern auch die Washington-Insider Flynt Leverett und Hillary Mann Leverett in einer Analyse für die investigative US-Website ConsortiumsNews. Flynt Leverett arbeitete für die CIA und das US-Außenministerium und bis zum Irak-Krieg unter George W. Bush im Sicherheitskabinett der US-Regierung. Hillary Mann Leverett arbeitete ebenfalls im Sicherheitskabinett und war nach dem 11. September 2001 die einzige US-Diplomatin, die mit dem Iran über Afghanistan, Al Kaida und den Irak verhandeln durfte.

Die beiden Autoren verfügen also über beträchtliche Kenntnisse der Weltpolitik der Amerikaner.

Ihre Analyse legt den Schluss nahe, dass die US-Politik gegenüber Russland weniger aus traditioneller Stärke, sondern aus einer elementaren Schwäche erfolgt: Die Amerikaner treibt die Angst um, dass die Vorherrschaft des Dollars als Weltreservewährung gebrochen werden könnte.

Nach Ansicht der Analysten verdrängen der wirtschaftliche Aufstieg Chinas und die damit verbundene zunehmende Bedeutung des Yuan den Dollar Schritt für Schritt im internationalen Handel. Wegen des enormen chinesischen Energiebedarfs gerät vor allem der Petrodollar unter Druck, bisher einer der wichtigsten Pfeiler für die internationale Dollar-Nachfrage.

Die Vorherrschaft des Dollars wurde im Jahr 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz besiegelt. Zunächst strebten zwar fast alle Teilnehmer der Konferenz eine Lösung an, wonach eine durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffene Währung als Quelle für globale Liquidität dienen sollte, die sogenannten „Special Drawing Rights“ (SDR). Vor allem Großbritannien lehnte die Dominanz der US-Währung ab.

Doch schließlich stimmten die nicht-kommunistischen Staaten dem Plan der übermächtigen USA zu und etablierten einen sogenannten Gold-Devisen-Standard. Danach wurde der Dollar an Gold gekoppelt. Und die Währungen der westlichen Welt wurden an den Dollar geknüpft. Dadurch wurde die US-Währung zur Hauptquelle für internationale Liquidität.

Unter diesem System mussten die Staaten der Welt keine Goldreserven mehr halten, sondern Dollar-Reserven. Die Dollar konnten sie theoretisch jederzeit bei den USA gegen Gold umtauschen. Doch dieses System schlug fehl, weil die USA mehr Geld druckten, als sie Gold hatten. Die USA führten teure Kriege und erhöhten die Staatsausgaben, was sie durch Gelddrucken finanzierten.

Das Anwachsen der Dollar-Geldmenge führte dazu, dass die USA immer weniger in der Lage waren, wie auf der Konferenz von Bretton Woods vereinbart Dollar gegen Gold umzutauschen. Seit den 50er Jahren zwangen die USA die ausländischen Dollar-Besitzer dazu, ihre grünen Scheine nicht gegen Gold umzutauschen. Doch die Insolvenz des gesamten Systems konnte nicht ewig hinausgezögert werden.

Im August 1971 beendete US-Präsident Richard Nixon „vorübergehend“ die Möglichkeit, Dollar gegen Gold umzutauschen. Einseitig und praktisch ohne Widerspruch der betrogenen Staaten erzwangen die USA ein neues globales Finanzsystem. Alle Währungen der Welt waren weiterhin an den Dollar gekoppelt, doch dieser konnte nun nicht mehr in Gold umgetauscht werden. Alle Währungen der Welt wurden über Nacht zu Fiat-Währungen.

Auf diese Weise wollten die USA weiterhin Schulden machen und Dollar drucken, ohne dass sie an irgendjemand ihr Gold herausgeben mussten. Doch für die Amerikaner bestand nun die Gefahr, dass die Staaten der Welt ihre Dollar-Bestände nicht weiter ausbauen wollen. Denn es wuchs die Sorge um den langfristigen Wert der US-Währung.

Um die Vorherrschaft des Dollar aufrecht zu erhalten, schufen die USA in den 70er Jahren den sogenannten Petrodollar. In geheimen Verhandlungen mit Saudi-Arabien und anderen Golf-Staaten erreichten sie, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sich ihr Öl in Dollar bezahlen lässt. Dies hat eine enorme globale Nachfrage nach der US-Währung sichergestellt.

Doch das Petrodollar-System gerät seit einigen Jahren immer mehr ins Wanken. Denn China ist als großer Player in der globalen Energiepolitik aufgetaucht. Der Aufstieg des „Petro-Yuan“ könnte bald die Vorherrschaft der Dollar beenden. Chinas Wirtschaftskraft wird dieses Jahr erstmals die der USA übertreffen.

Seit einigen Jahren bezahlt China einen Teil seiner Öl-Importe aus dem Iran in Yuan. Im Jahr 2012 vereinbarten die Zentralbanken von China und den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Währungs-Swap im Umfang von umgerechnet 5,5 Milliarden Dollar. Dieser bereitet die Bezahlung chinesischer Ölimporte in Yuan vor.

Auch der Gas-Deal, den China und Russland dieses Jahr unterzeichnet haben, sieht vor, dass China das russische Gas in Yuan bezahlt. Das Abkommen hat einen Umfang von umgerechnet 400 Milliarden Dollar. Die Amerikaner halten diesen Deal für besonders ärgerlich, weil er klar ein politischer Deal ist: Russland verkauft sein Gas zu wesentlich billigeren Preisen als die Europäer dafür bezahlen müssen. Rein wirtschaftlich ist der Deal für Russland kein gutes Geschäft. Politisch könnte er jedoch dazu beitragen, dass sich die Kräfte in der Weltpolitik in Richtung Osten verschieben.

China betreibt offen die Internationalisierung seiner Währung. Ein wachsender Teil des Welthandels wird in Yuan abgeschlossen. Die Ausgabe von Finanzinstrumenten in Yuan nimmt zu. In Europa buhlen Luxemburg, London, Paris und Frankfurt darum, sich als Zentren für den Yuan-Handel zu etablieren.

Die Chinesische Volksbank hat bereits mit 30 anderen Zentralbanken Swap-Vereinbarungen abgeschlossen. In der Praxis dient der Yuan also schon als Reservewährung, obwohl er noch nicht voll konvertierbar ist. Bereits im April gab es von 23 Staaten eine öffentliche Erklärung, dass sie Yuan-Reserven halten.

Peking will erreichen, dass die großen Energieproduzenten den Yuan als Zahlungsmittel akzeptieren, darunter die Produzenten von Erdöl und Erdgas. Diese haben gute Gründe dafür, Chinas Bestrebungen nachzugeben. Denn China ist in absehbarer Zukunft der wichtigste Wachstumsmarkt für die Hersteller von Kohlenwasserstoffen im Persischen Golf und in der früheren Sowjetunion.

Die USA werden zunehmend als fallende Supermacht gesehen, China hingegen als die überragende aufstrebende Macht. Sogar für die Golfstaaten sind engere Bindungen an China eine strategisch wichtige Absicherung.

Chinas Regierung verspricht sich von der Internationalisierung des Yuan aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile – etwa geringere Kosten und Risiken für chinesische Unternehmen. Nach Ansicht von Flynt und Hillary Leverett sind vielmehr strategische Erwägungen entscheidend. So wolle China das Wachstum seiner enormen Dollar-Reserven verlangsamen. Diese sind entstanden, weil China im großen Stil US-Staatsanleihen aufgekauft hat und auf diese Weise zum größten Gläubiger der USA geworden ist.

Zudem hat China die zunehmende Bereitschaft der USA beobachtet, im Konfliktfall Staaten vom US-Finanzsystem auszuschließen. Diese Sanktionen werden international als Machtmissbrauch wahrgenommen. Auf diese Weise tragen die Amerikaner aktiv dazu bei, das Vertrauen der Welt in das Dollar-Finanzsystem zu zerstören. Die Tatsache, dass die USA ohne die geringsten Beweise Moskau die Schuld am Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 in die Schuhe geschoben hat und zugleich versucht, die EU-Staaten in Geiselhaft zu nehmen, um den europäischen Energiemarkt zu erobern, hat das weltweite Unbehagen gegenüber den Amerikanern verstärkt. Die nervöse Politik Washingtons zeigt, dass die Amerikaner genau wissen, dass es im internationalen Währungskrieg um viel mehr geht als um die territoriale Integrität der Ukraine, von der die meisten Amerikaner vermutlich nicht einmal wissen, wo sie das Land auf einer Karte suchen müssten.

In der vergangenen Woche demonstrierten die USA erneut ihre Bereitschaft zum Finanz-Krieg gegen Russland. Die für Europa zuständige US-Diplomatin Victoria Nuland sagte, die Schaffung von Marktunsicherheit sei „ein neues Instrument der europäischen und der US-Außenpolitik“.

Seit dem Beginn der Ukraine-Krise haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland immer weiter verschlechtert. Dies hat die Verbindungen zwischen Russland und China gestärkt. Moskau und Peking wollen sich gemeinsam gegen ein Amerika absichern, das sie als zunehmend schwach, aber noch immer als gefährlich ansehen.

Auch die Verbündeten der USA in Europa haben zuletzt scharfe Kritik am hegemonialen Gebaren der Amerikaner im globalen Finanzsystem geäußert. Maßnahmen wie die Rekordstrafe von knapp 9 Milliarden Dollar gegen die französische Bank BNP Paribas können letztlich zum Bumerang für die USA werden und das Ende des Dollar auslösen. Die vergleichsweise lächerliche Strafe für JPMorgan ist für viele ein Beleg, dass es den Amerikanern nicht um Gerechtigkeit, sondern um Herrschaft geht. Schon haben die Europäer angekündigt, die politischen Strafen gegen ihre Banken beim G-20-Gipfel auf die Tagesordnung setzen zu wollen.

Sollte ihnen das gelingen, wird der Gipfel kein Heimspiel für Barack Obama.

Obama ist durch die massive Schuldenmacherei in die Defensive geraten. Die Chinesen, die ebenfalls gewaltige Blasen vor sich herschieben, sehen in der Entwicklung eine Chance, die Amerikaner in die Ecke zu drängen.

Der neue Kalte Krieg gegen Russland ist daher in einem übergeordneten Sinn ein Stellvertreterkrieg.

Der Ausgang der Auseinandersetzung ist völlig offen.

Querverweise:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/06/waehrungs-krieg-amerika-kaempft-gegen-den-niedergang-des-dollar/

http://consortiumnews.com/2014/08/01/putting-the-dollar-in-jeopardy/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/14/banken-strafen-werden-zur-gefahr-fuer-den-dollar/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/05/den-dollar-schwaechen-eu-staaten-planen-revolte-gegen-us-strafen-fuer-banken/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/27/waehrungskrieg-russland-sanktionen-sollen-den-dollar-retten/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/02/der-dollar-haelt-sich-nur-noch-durch-militaerische-erpressung-auf-den-beinen/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/29/gegen-den-dollar-luxemburg-buhlt-um-yuan-investitionen/
Photo: Währungs-Krieg: Amerika kämpft gegen den Niedergang des Dollar! Die USA setzen ihre Kontrolle über das Finanzsystem zunehmend als politisches Mittel ein – zuletzt auch mit Milliarden-Strafen gegen europäische Banken und vor allem in der Auseinandersetzung mit Russland. Doch diese Strategie könnte nach hinten losgehen: Die Amerikaner diskreditieren sich durch den Einsatz ihrer Finanzmacht und könnten so die Ablösung des Dollar als Weltwährung beschleunigen. 

Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kommen nicht nur europäische Experten, sondern auch die Washington-Insider Flynt Leverett und Hillary Mann Leverett in einer Analyse für die investigative US-Website ConsortiumsNews. Flynt Leverett arbeitete für die CIA und das US-Außenministerium und bis zum Irak-Krieg unter George W. Bush im Sicherheitskabinett der US-Regierung. Hillary Mann Leverett arbeitete ebenfalls im Sicherheitskabinett und war nach dem 11. September 2001 die einzige US-Diplomatin, die mit dem Iran über Afghanistan, Al Kaida und den Irak verhandeln durfte.

Die beiden Autoren verfügen also über beträchtliche Kenntnisse der Weltpolitik der Amerikaner.

Ihre Analyse legt den Schluss nahe, dass die US-Politik gegenüber Russland weniger aus traditioneller Stärke, sondern aus einer elementaren Schwäche erfolgt: Die Amerikaner treibt die Angst um, dass die Vorherrschaft des Dollars als Weltreservewährung gebrochen werden könnte.

Nach Ansicht der Analysten verdrängen der wirtschaftliche Aufstieg Chinas und die damit verbundene zunehmende Bedeutung des Yuan den Dollar Schritt für Schritt im internationalen Handel. Wegen des enormen chinesischen Energiebedarfs gerät vor allem der Petrodollar unter Druck, bisher einer der wichtigsten Pfeiler für die internationale Dollar-Nachfrage.

Die Vorherrschaft des Dollars wurde im Jahr 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz besiegelt. Zunächst strebten zwar fast alle Teilnehmer der Konferenz eine Lösung an, wonach eine durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffene Währung als Quelle für globale Liquidität dienen sollte, die sogenannten „Special Drawing Rights“ (SDR). Vor allem Großbritannien lehnte die Dominanz der US-Währung ab.

Doch schließlich stimmten die nicht-kommunistischen Staaten dem Plan der übermächtigen USA zu und etablierten einen sogenannten Gold-Devisen-Standard. Danach wurde der Dollar an Gold gekoppelt. Und die Währungen der westlichen Welt wurden an den Dollar geknüpft. Dadurch wurde die US-Währung zur Hauptquelle für internationale Liquidität.

Unter diesem System mussten die Staaten der Welt keine Goldreserven mehr halten, sondern Dollar-Reserven. Die Dollar konnten sie theoretisch jederzeit bei den USA gegen Gold umtauschen. Doch dieses System schlug fehl, weil die USA mehr Geld druckten, als sie Gold hatten. Die USA führten teure Kriege und erhöhten die Staatsausgaben, was sie durch Gelddrucken finanzierten.

Das Anwachsen der Dollar-Geldmenge führte dazu, dass die USA immer weniger in der Lage waren, wie auf der Konferenz von Bretton Woods vereinbart Dollar gegen Gold umzutauschen. Seit den 50er Jahren zwangen die USA die ausländischen Dollar-Besitzer dazu, ihre grünen Scheine nicht gegen Gold umzutauschen. Doch die Insolvenz des gesamten Systems konnte nicht ewig hinausgezögert werden.

Im August 1971 beendete US-Präsident Richard Nixon „vorübergehend“ die Möglichkeit, Dollar gegen Gold umzutauschen. Einseitig und praktisch ohne Widerspruch der betrogenen Staaten erzwangen die USA ein neues globales Finanzsystem. Alle Währungen der Welt waren weiterhin an den Dollar gekoppelt, doch dieser konnte nun nicht mehr in Gold umgetauscht werden. Alle Währungen der Welt wurden über Nacht zu Fiat-Währungen.

Auf diese Weise wollten die USA weiterhin Schulden machen und Dollar drucken, ohne dass sie an irgendjemand ihr Gold herausgeben mussten. Doch für die Amerikaner bestand nun die Gefahr, dass die Staaten der Welt ihre Dollar-Bestände nicht weiter ausbauen wollen. Denn es wuchs die Sorge um den langfristigen Wert der US-Währung.

Um die Vorherrschaft des Dollar aufrecht zu erhalten, schufen die USA in den 70er Jahren den sogenannten Petrodollar. In geheimen Verhandlungen mit Saudi-Arabien und anderen Golf-Staaten erreichten sie, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sich ihr Öl in Dollar bezahlen lässt. Dies hat eine enorme globale Nachfrage nach der US-Währung sichergestellt.

Doch das Petrodollar-System gerät seit einigen Jahren immer mehr ins Wanken. Denn China ist als großer Player in der globalen Energiepolitik aufgetaucht. Der Aufstieg des „Petro-Yuan“ könnte bald die Vorherrschaft der Dollar beenden. Chinas Wirtschaftskraft wird dieses Jahr erstmals die der USA übertreffen.

Seit einigen Jahren bezahlt China einen Teil seiner Öl-Importe aus dem Iran in Yuan. Im Jahr 2012 vereinbarten die Zentralbanken von China und den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Währungs-Swap im Umfang von umgerechnet 5,5 Milliarden Dollar. Dieser bereitet die Bezahlung chinesischer Ölimporte in Yuan vor.

Auch der Gas-Deal, den China und Russland dieses Jahr unterzeichnet haben, sieht vor, dass China das russische Gas in Yuan bezahlt. Das Abkommen hat einen Umfang von umgerechnet 400 Milliarden Dollar. Die Amerikaner halten diesen Deal für besonders ärgerlich, weil er klar ein politischer Deal ist: Russland verkauft sein Gas zu wesentlich billigeren Preisen als die Europäer dafür bezahlen müssen. Rein wirtschaftlich ist der Deal für Russland kein gutes Geschäft. Politisch könnte er jedoch dazu beitragen, dass sich die Kräfte in der Weltpolitik in Richtung Osten verschieben.

China betreibt offen die Internationalisierung seiner Währung. Ein wachsender Teil des Welthandels wird in Yuan abgeschlossen. Die Ausgabe von Finanzinstrumenten in Yuan nimmt zu. In Europa buhlen Luxemburg, London, Paris und Frankfurt darum, sich als Zentren für den Yuan-Handel zu etablieren.

Die Chinesische Volksbank hat bereits mit 30 anderen Zentralbanken Swap-Vereinbarungen abgeschlossen. In der Praxis dient der Yuan also schon als Reservewährung, obwohl er noch nicht voll konvertierbar ist. Bereits im April gab es von 23 Staaten eine öffentliche Erklärung, dass sie Yuan-Reserven halten.

Peking will erreichen, dass die großen Energieproduzenten den Yuan als Zahlungsmittel akzeptieren, darunter die Produzenten von Erdöl und Erdgas. Diese haben gute Gründe dafür, Chinas Bestrebungen nachzugeben. Denn China ist in absehbarer Zukunft der wichtigste Wachstumsmarkt für die Hersteller von Kohlenwasserstoffen im Persischen Golf und in der früheren Sowjetunion.

Die USA werden zunehmend als fallende Supermacht gesehen, China hingegen als die überragende aufstrebende Macht. Sogar für die Golfstaaten sind engere Bindungen an China eine strategisch wichtige Absicherung.

Chinas Regierung verspricht sich von der Internationalisierung des Yuan aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile – etwa geringere Kosten und Risiken für chinesische Unternehmen. Nach Ansicht von Flynt und Hillary Leverett sind vielmehr strategische Erwägungen entscheidend. So wolle China das Wachstum seiner enormen Dollar-Reserven verlangsamen. Diese sind entstanden, weil China im großen Stil US-Staatsanleihen aufgekauft hat und auf diese Weise zum größten Gläubiger der USA geworden ist.

Zudem hat China die zunehmende Bereitschaft der USA beobachtet, im Konfliktfall Staaten vom US-Finanzsystem auszuschließen. Diese Sanktionen werden international als Machtmissbrauch wahrgenommen. Auf diese Weise tragen die Amerikaner aktiv dazu bei, das Vertrauen der Welt in das Dollar-Finanzsystem zu zerstören. Die Tatsache, dass die USA ohne die geringsten Beweise Moskau die Schuld am Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 in die Schuhe geschoben hat und zugleich versucht, die EU-Staaten in Geiselhaft zu nehmen, um den europäischen Energiemarkt zu erobern, hat das weltweite Unbehagen gegenüber den Amerikanern verstärkt. Die nervöse Politik Washingtons zeigt, dass die Amerikaner genau wissen, dass es im internationalen Währungskrieg um viel mehr geht als um die territoriale Integrität der Ukraine, von der die meisten Amerikaner vermutlich nicht einmal wissen, wo sie das Land auf einer Karte suchen müssten.

In der vergangenen Woche demonstrierten die USA erneut ihre Bereitschaft zum Finanz-Krieg gegen Russland. Die für Europa zuständige US-Diplomatin Victoria Nuland sagte, die Schaffung von Marktunsicherheit sei „ein neues Instrument der europäischen und der US-Außenpolitik“.

Seit dem Beginn der Ukraine-Krise haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland immer weiter verschlechtert. Dies hat die Verbindungen zwischen Russland und China gestärkt. Moskau und Peking wollen sich gemeinsam gegen ein Amerika absichern, das sie als zunehmend schwach, aber noch immer als gefährlich ansehen.

Auch die Verbündeten der USA in Europa haben zuletzt scharfe Kritik am hegemonialen Gebaren der Amerikaner im globalen Finanzsystem geäußert. Maßnahmen wie die Rekordstrafe von knapp 9 Milliarden Dollar gegen die französische Bank BNP Paribas können letztlich zum Bumerang für die USA werden und das Ende des Dollar auslösen. Die vergleichsweise lächerliche Strafe für JPMorgan ist für viele ein Beleg, dass es den Amerikanern nicht um Gerechtigkeit, sondern um Herrschaft geht. Schon haben die Europäer angekündigt, die politischen Strafen gegen ihre Banken beim G-20-Gipfel auf die Tagesordnung setzen zu wollen.

Sollte ihnen das gelingen, wird der Gipfel kein Heimspiel für Barack Obama.

Obama ist durch die massive Schuldenmacherei in die Defensive geraten. Die Chinesen, die ebenfalls gewaltige Blasen vor sich herschieben, sehen in der Entwicklung eine Chance, die Amerikaner in die Ecke zu drängen.

Der neue Kalte Krieg gegen Russland ist daher in einem übergeordneten Sinn ein Stellvertreterkrieg.

Der Ausgang der Auseinandersetzung ist völlig offen.

Querverweise:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/06/waehrungs-krieg-amerika-kaempft-gegen-den-niedergang-des-dollar/

http://consortiumnews.com/2014/08/01/putting-the-dollar-in-jeopardy/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/14/banken-strafen-werden-zur-gefahr-fuer-den-dollar/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/05/den-dollar-schwaechen-eu-staaten-planen-revolte-gegen-us-strafen-fuer-banken/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/27/waehrungskrieg-russland-sanktionen-sollen-den-dollar-retten/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/02/der-dollar-haelt-sich-nur-noch-durch-militaerische-erpressung-auf-den-beinen/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/29/gegen-den-dollar-luxemburg-buhlt-um-yuan-investitionen/
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2014-08-06 9/11 and Building 7

===2014-08-06 9/11 and Building 7===
Back to the story that led to the suspension of the US Constitution...
One could spend a lifetime investigating the WTC reports. But one thing is clear: The US government's narrative is not credible!
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2014-08-06 ISRAEL: The current cycle of violence was an unprecedented fraud on the people of the State of Israel and on the world's public at large

===2014-08-06 ISRAEL: The current cycle of violence was an unprecedented fraud on the people of the State of Israel and on the world's public at large===
Two of the key frauds:
1) 2014-08-01 What part of the missile attacks on Tel Aviv is a... See More

2014-08-06 SNOWDEN on Trolls on social networks

===2014-08-06 SNOWDEN on Trolls on social networks===
As if we needed Snowden to tell us this...

2014-08-06 US: Foreclosure fraud by the banks continues


2014-08-06 GAZA

===2014-08-06 GAZA===
The story is likely to remain with us for a long time, and expand...

2014-08-06 UK calls for suspension of weapns exports to Israel

===2014-08-06 UK calls for suspension of weapns exports to Israel===

2014-08-06 GAZA!

===2014-08-06 GAZA!===
Physicians for Human Rights-Israel (רופאים לזכויות אדם - ישראל) and the Israeli Medical Association stand up in recent months as a voice of reason in Israel!
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"I watched from my room's window for many hours all stages of the death of a twenty year old youth. The house, where I was staying with 50 other men, a woman and a baby, was canon shelled. We used the smoke that resulted from the canon shells and ran home, but after three minutes, three bombs fell on our home, and the place caught fire. Again, we went out to the street, shocked by the sights of the bombing and destruction. We stried to move towards the exit from the town, but the helicopters above us started shooting at us and prevented it.
In front of my eyes, a small baby fell down. His mother held him in one hand, and in the other hand she held a white flag/ After the baby fell down, she wrapped him in the white flag, and continued walking with her other kids. On the road we were walking on, we found the bodies of my uncle and his son, thrown on the side of the street, near their home. In other place, my aunt's son was murdered, while he was trying to rescue his wounded brother, was laying in the street. Both were dead. Their bodies were left in the street one on top of the other."
The complete testimony of Mahnud Ismail from the Khuza'a neighborhood, translated by Hanin Magdli, can be found in the Local Call site: http://bit.ly/1tML9te | ]Photo: MCE.

[via Israeli news outlet Local Call]
״צפיתי מחלון חדרי במשך שעות רבות בכל שלבי מותו של נער בן עשרים. הבית ששהיתי בו עם עוד חמישים גברים, תינוק ואישה, הופגז. ניצלנו את העשן והאבק שעלה מההפגזה וברחנו הביתה, אבל אחרי שלוש דקות נורו לעבר הבית שלנו שלוש פצצות, הבית עלה באש. שוב יצאנו לרחוב, מזועזעים ממראות ההפגזות, ההרס והחורבן. ניסינו ללכת לכיוון היציאה מהעיר, אבל ההליקופטרים פתחו באש לכיוונינו ומנעו זאת מאיתנו.

אל מול עיניי נפל תינוק קטן. אמו החזיקה אותו ביד אחת וביד השנייה הרימה דגל לבן. אחרי שנפל היא כרכה אותו בדגל הלבן והמשיכה ללכת עם שאר ילדיה. בדרך שהלכנו בה מצאנו את גופות דודי ובנו מושלכות בשולי הרחוב, ליד ביתם. במקום אחר בן דודתי נרצח בעת שניסה להציל את אחיו הפצוע שהיה על הכביש. שניהם מתו. גם גופותיהם היו מוטלות אחת מעל השנייה ברחוב.״

עדותו של מחמוד איסמעיל משכונת ח'וזאעה. העדות המלאה בתרגומה של חנין מג'אדלי, באתר שיחה מקומית > http://bit.ly/1tML9te | תצלום: MCE.
 — withAnna Landsteiner.
Photo: ‎״צפיתי מחלון חדרי במשך שעות רבות בכל שלבי מותו של נער בן עשרים. הבית ששהיתי בו עם עוד חמישים גברים, תינוק ואישה, הופגז. ניצלנו את העשן והאבק שעלה מההפגזה וברחנו הביתה, אבל אחרי שלוש דקות נורו לעבר הבית שלנו שלוש פצצות, הבית עלה באש. שוב יצאנו לרחוב, מזועזעים ממראות ההפגזות, ההרס והחורבן. ניסינו ללכת לכיוון היציאה מהעיר, אבל ההליקופטרים פתחו באש לכיוונינו ומנעו זאת מאיתנו. 

אל מול עיניי נפל תינוק קטן. אמו החזיקה אותו ביד אחת וביד השנייה הרימה דגל לבן. אחרי שנפל היא כרכה אותו בדגל הלבן והמשיכה ללכת עם שאר ילדיה. בדרך שהלכנו בה מצאנו את גופות דודי ובנו מושלכות בשולי הרחוב, ליד ביתם. במקום אחר בן דודתי נרצח בעת שניסה להציל את אחיו הפצוע שהיה על הכביש. שניהם מתו. גם גופותיהם היו מוטלות אחת מעל השנייה ברחוב.״

עדותו של מחמוד איסמעיל משכונת ח'וזאעה. העדות המלאה בתרגומה של חנין מג'אדלי, באתר שיחה מקומית > http://bit.ly/1tML9te | תצלום: MCE.‎
L

2014-08-06 Linda takes care of my needs with the higher powers...

A prayer just for u  and a dove too  — with Joseph Zernik at Western Wall, Jerusalem.
Photo: A prayer just for u 󾍛 and a dove too 󾬔

2014-08-05 US: The Fourth Branch - Who Rules Washington?

===2014-08-05 US: The Fourth Branch - Who Rules Washington?===
By Tom Engelhardt
The Rise to Power of the National Security State.
http://www.informationclearinghouse.info/article39323.htm

2014-08-05 Cash, Weapons and Surveillance - The U.S. is a Key Party to Every Israeli Attack

===2014-08-05 Cash, Weapons and Surveillance - The U.S. is a Key Party to Every Israeli Attack===
By Glenn Greenwald
New Snowden documents illustrate a crucial fact: Israeli aggression would be impossible without the constant, lavish support and protection of the U.S. government.
http://www.informationclearinghouse.info/article39324.htm

2014-08-05 Hannibal Rampage: Dozens of Innocents Killed in IDF's 'Hannibal' Protocol:

===2014-08-05 Hannibal Rampage: Dozens of Innocents Killed in IDF's 'Hannibal' Protocol:===
By Gili Cohen
The protocol - involving massive use of force in an effort to "rescue" a captured soldier, even at risk to his life - was employed in the rescue attempt of 2nd Lt Hadar Goldin. Palestinians say more than 130 people were killed.
http://www.informationclearinghouse.info/article39321.htm

2014-08-05 ISRAEL: The Gaza massacre was accompanied by unprecedented restrictions on Freedom of Speech, Freedom of the Press

===2014-08-05 ISRAEL: The Gaza massacre was accompanied by unprecedented restrictions on Freedom of Speech, Freedom of the Press===

2014-08-05 Cold War 2.0: Further escalation

===2014-08-05 Cold War 2.0: Further escalation===

2014-08-05 US: Back-burner civil war

===2014-08-05 US: Back-burner civil war===
The attacks on military bases should be seen as the desparate acts of individuals, who attempt to defy the current US government.

2014-08-05 US: Back-burner civil war

===2014-08-05 US: Back-burner civil war===
The militarization of police, and the routine, random, murderous brutality of police are part of terrorizing the people to prevent resistance, lawful or otherwise...

2014-08-05 PORTUGAL: Captured by the banksters

===2014-08-05 PORTUGAL: Captured by the banksters===

2014-08-04 GAZA: Investigate what happened in Rafah_Haaretz

===2014-08-04 GAZA: Investigate what happened in Rafah_Haaretz===
The Israeli Haaretz editorial today, linked below, is still circuspect. It does make it clear that IDF exploited the false news that Lieutenant Hadar Goldin was captured by H... See More